Das Herzstück meines Homelabs ist ein Proxmox-Cluster aus mehreren Nodes. Damit laufen virtuelle Maschinen und Container hochverfügbar auf eigener Hardware – vom kleinen Heimserver bis zum selbstgebauten Mini-Rechenzentrum. In diesem Beitrag zeige ich, wie mein Proxmox-Cluster aufgebaut ist, welche Technik dahintersteckt und warum sich der Aufwand für mich lohnt.
Warum ein Proxmox-Cluster
Proxmox VE vereint Virtualisierung (KVM) und Container (LXC) unter einer offenen, kostenlosen Oberfläche. Mehrere Nodes bilden einen Cluster, der den Ausfall einzelner Maschinen abfangen kann. Statt teurer Enterprise-Lizenzen bekomme ich eine ausgereifte Plattform, die auf normaler Consumer-Hardware genauso läuft wie im Serverschrank. Alles lässt sich bequem über das Web-Interface oder die API steuern – ideal zum Ausprobieren und Wachsen.
Verteilter Speicher mit Ceph
Statt lokaler Festplatten nutze ich Ceph als verteilten Speicher über alle Nodes hinweg. Fällt ein Node aus, laufen die VMs auf einem anderen weiter – ohne Datenverlust. Die Live-Migration verschiebt laufende Maschinen im Betrieb von einem Node auf den nächsten, etwa für Wartungen oder Updates. So bleibt das Homelab erreichbar, auch wenn ich an der Hardware schraube.

Hochverfügbarkeit und Backups
Damit aus dem Cluster echte Ausfallsicherheit wird, sorgt die HA-Funktion von Proxmox dafür, dass kritische VMs bei einem Node-Ausfall automatisch auf einem gesunden Node neu starten. Ergänzt wird das durch regelmäßige, automatische Sicherungen mit dem Proxmox Backup Server – inklusive platzsparender Snapshots und Deduplizierung. Wer die Details nachlesen möchte, findet alles in der offiziellen Proxmox-Dokumentation.
Was auf dem Cluster läuft
Auf dem Proxmox-Cluster wohnen praktisch alle meine Dienste: von der Heimautomatisierung mit Home Assistant über zahlreiche Docker-Container bis hin zu Datenbanken und Netzwerkdiensten. Warum ich das alles lieber selbst betreibe, statt es in die Cloud zu geben, erkläre ich ausführlich im Beitrag Warum ich alles selbst hoste.
Fazit
Unterm Strich ist der Proxmox-Cluster für mich die ideale Basis fürs Homelab: Ich bekomme die Flexibilität großer Rechenzentren im Kleinen, zahle nichts für Lizenzen und lerne bei jedem Ausbau dazu. Wer mit einem einzelnen Node startet, kann später jederzeit weitere Nodes ergänzen und so entspannt in die Hochverfügbarkeit hineinwachsen.


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