Fast jeder Dienst in meinem Homelab läuft als Container – Docker im Homelab ist für mich zum Standard geworden. Das hält das System sauber, macht Updates einfach und erlaubt es, neue Software in wenigen Minuten auszuprobieren. In diesem Beitrag zeige ich, wie ich Docker im Homelab einsetze und warum ich kaum noch etwas direkt auf dem Host installiere.
Ein Dienst, ein Container
Ob Dokumentenverwaltung, Passwort-Manager oder Monitoring – jeder Dienst bekommt seinen eigenen Container mit klar definierten Abhängigkeiten. So kommen sich zwei Anwendungen nie in die Quere, und kaputt gehen kann kaum etwas. Möchte ich einen Dienst wieder loswerden, lösche ich einfach den Container – der Host bleibt sauber, als wäre nie etwas installiert worden.
Alles als Code mit Docker Compose
Jeden Stack beschreibe ich in einer
docker-compose.yml
: Image, Ports, Volumes und Umgebungsvariablen an einem Ort. Diese Dateien liegen versioniert in Git, sodass ich jeden Dienst jederzeit identisch neu aufsetzen kann. Ein Umzug auf neue Hardware bedeutet dann nur noch: Repository klonen, Daten mitnehmen,
docker compose up
– fertig.

Reverse Proxy davor
Ein zentraler Reverse Proxy verteilt die Anfragen auf die passenden Container und kümmert sich um HTTPS-Zertifikate. So sind alle Dienste sauber unter eigenen Adressen und verschlüsselt erreichbar, obwohl im Hintergrund viele Container auf einem einzigen Server laufen. Die offizielle Docker-Dokumentation ist dabei ein guter Startpunkt für eigene Setups.
Wo die Container laufen
Die Container liegen bei mir auf dem Proxmox-Cluster, unter anderem für die Heimsteuerung mit Home Assistant. Docker ist damit ein zentraler Baustein meiner Idee, möglichst viel selbst zu hosten – flexibel, nachvollziehbar und jederzeit reproduzierbar.
Fazit
Für mich ist Docker im Homelab die Grundlage für ein aufgeräumtes, reproduzierbares Setup: Neue Dienste sind schnell getestet, alte rückstandslos entfernt und Umzüge dank Compose kein Drama mehr. Wer sein Homelab langfristig wartbar halten will, kommt an Containern kaum vorbei – der Einstieg lohnt sich schon nach den ersten Stacks.



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